Donnerstag, 21. Juni 2007

"Content is content is content"

digitalfernsehen.de eröffnete heute einen Artikel mit der Headline: "Experten: Handy-TV braucht keine speziellen Inhalte".
Im Artikel selbst, der die verschiedenen Experten-Aussagen vom 19. medienforum.nrw zusammenfasst, kommt man dann aber drauf, dass es doch nicht so einfach ist! "Die meisten Entwicklungen befinden sich noch im Experimentierstadion."
Es kann also noch nicht so fix gesagt werden, ob es spezielle Inhalte braucht oder nicht?

Handy-TV ist in manchen Ländern bereits gestartet, in Österreich wird es in ca. einem Jahr los gehen...es wäre also an der Zeit, dass die Experten wüssten, was kommt und vor allem was ankommt! Ansonsten wird sehr viel Geld für irgendwas verpulvert werden (hätte ich nicht versprochen nie mehr etwas Böses darüber zu schreiben, wüsste ich ein Referenz-Beispiel).

Mehr Friedenstauben bitte!

Die TV-Digitalisierung bringt vor allem den Vorteil, mehr Platz für neue Sender zu schaffen. Daher müssen aber auch neue Sender mit neuen Inhalten her. Sender für die breite Masse gibt es aber schon genug, also schießen derzeit Spartenkanäle wie Pilze aus dem Boden, oder zumindest Vorschläge für solche. In Österreich wurde ein Parlaments-TV angedacht und in Deutschland soll ein "Trauerkanal" entstehen.
Beide Vorschläge klingen sehr deprimierend!
Wieso gibt es nicht "das Leben ist so schön"-Programme..., weiß schon "Bad news are good news usw."...aber trotzdem, ein Sender in dem stündlich die Sonne aufgeht, lachende Kinder am Strand spielen, händchenhaltende Turteltäubchen und zum Abschluss jede Menge Friedenstauben....

Kitschig? Realitätsverfremdend?

Mittwoch, 20. Juni 2007

Leidiges Thema Werbesteuer

Nach KHG, Gusenbauer und weiteren Größen der österreichischen Politik schneidet auch Vizekanzler Molterer das Thema "Werbesteuer Streichung" an. Im selben Atemzug weist er aber auch darauf hin, dass Städte und Gemeinden dagegen sein werden.
Der Geist ist willi(g), doch das Fleisch ist schwach...
Wird wohl wieder nichts!

Dienstag, 19. Juni 2007

Das Riepl'sche Gesetz oder die Frage nach "Verdrängen neue Medien die alten?"

Die ewige Diskussion rund um die Frage, ob neue Medien durch ihre Etablierung die alten, klassischen Medien verdrängen und damit unbrauchbar machen, wurde erneut ins Rollen gebracht, als der Standard heute morgen in seinem allseits beliebten Newsmail verkündete: "Internetboom schadet klassischen Medien kaum." Kaum? Oder gar nicht?
Es wird festgehalten, dass weder Fernsehen, noch Radio, ja nicht einmal Zeitungen unter der Existenz des Internets mit all seinen Features leiden und somit nicht oder eben nur kaum an Wert verloren haben.
Das Ranking beweist, dass Zeitungen durchaus einen Platz einbüßen mussten... und das zugunsten des Internets:
1.: Auf Platz 1 steht unumstritten und weiterhin das Radio.
2.: Dann erst folgt das Fernsehen...
3.: ...und den dritten Platz schnappt sich mit einer durchschnittlichen Nutzungsdauer von 38 Minuten am Tag das Internet.
4.: In Tageszeitungen wird hingegen nur mehr 30 Minuten am Tag geblättert.

Die Diskussion rund um das Riepl'sche Gesetz möge also wieder aufgenommen werden.
Auf ein Neues!


Mehr Informationen zum Thema in besagtem Artikel:
http://derstandard.at/?url=/?id=2923435

Freitag, 15. Juni 2007

Wer braucht schon Inhalte?

Präsenz steht vor dem Inhalt, endlich auch in der Politik. Naja....was heißt da endlich, es ist doch bereits so. Bei der letzten österreichischen Nationalratswahl wurde mit Sagern rumgeschmissen, egal ob sie realisierbar sind (Eurofighter, Studiengebüren) oder ob sie die Lösung des Problems sind (Abschiebung von 300.000 Imigranten).

Der Vorschlag vom zweiten Nationalratspräsidenten, Spindelegger, einen eigenen Parlaments-Sender zu installiere, ist daher mehr als zeitgemäß!
Die derzeitige Programmzeit für Politik ist so knapp, dass es ständig Streitereien zwischen den Parteien um TV-Sekunden gibt.
Die Lösung: 24 Stunden Programm (= Taferln heben, Ortstaferln verrücken, Handeshaken, Eurofighterlobby beschimpfen, Akten schwärzen und weiterer nützlicher Content).
Die Programmzeit wird aufgeteilt nach der Präsenz im NR + täglich eine halbstündige Ansprache des Bundespräsidenten zur Lage der Nation.

Als nächster Schritt wird für die Werbewirtschaft Produktwerbung im Plenarsaal erlaubt. Dringliche Anfragen können dann so enden: "... und neben der Einführung eines neuen Schulsystemes empfehle ich auch die neueste Mikrowellenpizza von XY." Obs glaubwürdig ist?

Mittwoch, 13. Juni 2007

ORF rules...

darauf freue ich mich schon!!!
Das super, gigantische, spektakuläre ORF Sommerkabarett!

Genmanipulierte Tomaten sind klasse!

Good News

Auf der ORF-Enterprise Seite fand sich heute in der rechten "Good News" Spalte die Ankündigung, dass MiA(8) abgesetzt wird.
Super Alex im Wortlaut: "Zum einen war der Erfolg beim Publikum auch unter der Berücksichtigung des sehr konkurrenzstarken Sendeplatzes und der notwendigen Anlaufzeit zu deutlich unter den Erwartungen, zum anderen war das Format mit einer massiven öffentlichen und veröffentlichten Kritik konfrontiert. Auf Basis umfangreicher Martkforschung und genauer Analyse der Marktsituation ist die Wahrscheinlichkeit zu groß, dass das Format auch in absehbarer Zeit nicht den gewünschten Erfolg haben wird und die anhaltende negative öffentliche Diskussion zu einem negativen Imagefaktor für das Gesamtprogramm des ORF wird."

1. Ich möchte mich für die negative Kritik über MiA in diesem Blog entschuldigen!
2. Ich werde mich ab heute verstärkt gegen kritische Medien engagieren!
3. Ich werde nie wieder Ansprüche gegenüber einer ORF-Dienstleistung äußern, mein Anteil an ORF-Gebühren kann frei verwendet werden.
4. Ich stehe dazu: Das Absetzen der Serie reisst ein tiefes Loch in meinen televisionären Alltag!
5. Ab heute werde ich nur noch genmanipulierte Tomaten kaufen!

...möge die Macht mit dem ORF sein!
(13.6.07)

EDIT 14.6.07:
Wie ich heute nach weiteren Good ORF News stöberte, fiel mir auf der ORF Enterprise Seite eine kleine Änderung auf...
...Der Button oberhalb der Headline >> Aus für "Mitten im 8ten" wurde umbenannt in NEWSNEWS. Verständlich, eine gute Neuigkeit wars für den ORF wirklich nicht!