There's no business without electronic mails!
Eine neue Studie der britischen Zeitung "The Observer" hat jetzt erstaunliche ... oder nein... korrigiere... eigentlich teilweise sogar unerstaunliche Ergebnisse gebracht:
Es wurden 177 Studienteilnehmer auf das Phänomen des "E-Mail-Stresses" untersucht und tatsächlich konnte festgestellt werden, dass in unserer Zeit scheinbar eine Art Zwiegespaltenheit über den Einsatz dieses Mediums herrscht...
Einerseits bewirkt das ständige Eintreffen von elektronischer Post, dass wir diese natürlich sofort kontrollieren wollen oder gar müssen, dadurch unser Arbeitsprozess unterbrochen wird und in weiterer Folge wiederum unsere Produktivität sinkt. Das wiederum erzeugt in uns ein Gefühl der Frustriertheit, Gestresstheit und Müdigkeit, was mitunter negative Konsequenzen auf unser Wohlbefinden hat.
Nichtsdestotrotz kann der durchschnittliche Büroangestellte andererseits nicht davon ablassen seinen elektronischen Posteingang bis zu 40 Mal in der Stunde (!) auf neu eingetroffene Mails zu checken. (Selbst, wenn wir uns darüber nicht bewusst sind und manche von uns annehmen ihren Posteingang maximal alle 15 Minuten oder überhaupt nur einmal stündlich zu überprüfen...)
Hier also ein paar Zahlen, Daten und Fakten:
34% der Teilnehmer ließen sich allein durch die hohe Anzahl eingetroffener E-Mails stressen.
Weitere 28% fühlten sich dadurch zumindest "getrieben".
38% - eigentlich ein verhältnismäßig hoher Prozentsatz, aber dennoch viel zu wenige Menschen - betrachteten einen nahezu überfüllten Posteingang entspannt und beantworteten, wann ihnen der Kopf danach stand.
Eine weitere erschreckende Zahl, mit welcher der Durschnittskonsument von E-Mails wahrscheinlich selbst gar nichts mehr anfangen kann: Im Jahr 2006 wurden 6 Billionen Geschäfts-Mails versendet, von denen allerdings ganze 80% einfach nur SPAM waren.
Gut, nun kann man sich diesmal leider nicht - so wie sonst gerne auf diese Weise von Herrn und Frau Österreicher gehandhabt - auf dem Third Person Effekt ausruhen und sich selbst damit beruhigen, dass diese Studie "eh auf andere Leute bezogen ist, weil ich bin ja gar nicht in der Zielgruppe drin"... ganz im Gegenteil, es sind aus dem Leben gegriffene Berufe, in denen sich diese Ereignisse am häufigsten abspielen: Wissenschaftler, Architekten und auch Journalisten - Menschen, die in kreativen Berufen arbeiten, sind am meisten davon betroffen.
Doch es geht noch weiter:
Auch der IQ wird angeblich von den ständigen Unterbrechungen durch neu eintreffende E-Mails gesenkt. Und zwar um maßgebliche 10 Punkte!
Also testen Sie doch gleich einmal Ihren IQ: http://at.iq-test.eu/?pid=2&starttest=true
Und während Sie das tun, gehe ich die E-Mails checken, die in der Zwischenzeit eingegangen sind...
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