Donnerstag, 24. Januar 2008

Home- Cinema!

Das Skirennen in Schladming fungierte gestern nicht nur als High-Interest Publikumsmagnet für den ORF sondern bot auch die geeignete Plattform, um als Generalprobe für die Produktion eines Sportereignisses in High Definition Qualität herangezogen zu werden. Einem ausgewähltem Fachpublikum wurde -erstmals in der österreichischen Fernsehgeschichte- die Möglichkeit geboten beide Durchgänge des Nachtslaloms in Schladming in HDTV zu verfolgen. Die Reaktionen: „Wer es gesehen hat, möchte es nicht mehr missen!“

Dieses verblüffende Wow-Erlebnis vor dem eigenen Fernseher ist einer Technik zu verdanken, die europaweit bereits seit geraumer Zeit diskutiert und im Prototypenstatus befindlich auch schon demonstriert wurde. In Amerika und Asien hat man sich dieser Technik hingegen bereits Jahre zuvor angenommen. Doch besser spät als nie -wohl gemerkt- hat das HDTV nun auch seinen Weg nach Europa gefunden. Der Verkauf von Full-HD-LCD und –Plasma TVs läuft nun bereits seit einem Jahr- und sehr erfolgreich für den führenden Anbieter Samsung, wie man hier durchaus erwähnen darf.

Aber nun einmal im Klartext gefragt: HDTV- Was kann das? Wodurch unterscheidet es sich von unserem gewöhnten Fernsehvergnügen? Und was ist das überhaupt?

Geklärt sind dies Fragen anscheinend banal einfach: Sieh es dir an und du verzichtest auf deine alten Fernsehgewohnheiten!
Aber im Ernst: Das Bild bekommt eine bisher nicht erlebte Qualität und Feinheit. Tägliches Fernsehvergnügen verwandelt sich in ein Kinovergnügen der Sonderklasse, sagen die Spezialisten.
Tatsächlich kommt Full-HD -damit gemeint ist also die maximale Auflösung von 1080x1920 Bildpunkten in flimmerfreier Vollbilddarstellung- selbst bisher lediglich in Kinos zum Einsatz und das natürlich auf weitaus größeren Diagonalen. Besonders Sportübertragungen gewinnen durch diese Übertragung, glaubt man den Fachleuten, an kaum vergleichbarer Realitätsnähe und erhalten dadurch nahezu Live-Charakter.

Das hört sich tatsächlich alles drum und dran nach einem ziemlichen WOW! an. Vermeintliche Technik Freaks dürfen sich also in freudiger Erwartung, jedoch nicht zu unbedacht wohlgemerkt, auf den Weg machen, um sich denn so ein Gerät zu besorgen... immerhin wird ab 7. Juni 2008 ein entsprechender Satellitenreceiver genügen um sich auch im ORF an diesem Fernseherlebnis erfreuen zu können. Dieser wird dann über die digitale HDMI-Verbindung an das Fernsehgerät angeschlossen und bietet somit eine verlustfreie Übertragung des HD Signals- soweit die Technik dazu.

Bevor man sich jedoch dieser neune Generation des Fernsehvergnügens hingibt -die ja gar beinahe so faszinierend klingt wie die Erfindung des Fernsehens schlechthin- noch ein paar kleine Infos, damit man sich Gewissheit verschaffen kann sein Geld auch gut angelegt zu haben:

Es wird empfohlen bei dem Kauf solcher Geräte, auf das satte und tief Schwarz des Panels zu achten. Außerdem ist ein großer Farbraum (eine möglichst große Anzahl darstellbarer Farben) und die 100Hz Technik zu achten. Diese Technologie soll dann nämlich eine flüssige und detailgetreue Bewegungsdarstellung von Sportprogrammen, zum Beispiel, gewährleisten.

Falls schlussendlich noch immer Fragen oder Zweifel bestehen, darf ich hier die Gelegenheit nutzen, um einen Rückfragehinweis anzuführen:

Gerhard Bollardt, Österreichischer Rundfunk, ORF
gerhard.bollardt@orf.at

Samsung Electronics Österreich, Réka Bálint
reka.balint@samsung.com

Also, in diesem Sinne, bin ich ja gespannt auf dieses home-cinema feeling...
...werde aber dennoch nicht gänzlich auf das gute, alte Kino verzichten ;-)

Dienstag, 22. Januar 2008

Keine Todesstrafe für französische Journalisten

Die beiden Arte- Journalisten Pierre Creisson und Thomas Dandoisin sind der Todesstrafe gerade nochmal entkommen, wie die Presse berichtete. Seit Mitte Dezember befanden sich die beiden Reporter in Niger in Haft, weil sie sich mit ihren Recherchen in unerlaubte Gebiete begeben hatten. Sie rechtfertigten ihre Reise unter dem Vorwand über die Geflügelpest zu recherieren. Stattdessen aber, waren sie dem Tuareg-Rebellenführer der "Nigerischen Bewegung für Gerechtigkeit" (MNJ) auf der Spur um diesen zu filmen. Die Inhaftierung folgte wenig später.

Nun wurde von einem Untersuchungsrichter in Niamey angeordenet die Betroffenen gegen eine Kaution in Höhe von umgerechnet 15.000 Euro zu entlassen.

Auch der französische Staatspräsident ist erfreut über diese juristische Entscheidung, wirft den Journalisten aber dennoch "Leichtsinn" vor. Sarkozy meinte, dass einige Journalisten Risiken eingehen würden, "die nichts mit dem Ideal des Berufs zu tun haben".

Diese Journalisten hatten Glück im Unglück. Vielen aber ist dieses Privileg nicht eingeräumt. Viele, sich sich dennoch an die Postulate des Berufskodex halten sind hochgradig gefährdet bzw. geben sich ungwollt in Gefahr.

Mittwoch, 16. Januar 2008

Freecard - A card for free!

Kennen Sie diese Ständer und Aufhängevorrichtungen in Einkaufszentren, Fitness-Studios, Kaffeehäusern, Plasma-Spendezentren, etc., in denen immer irgendwelche lustigen Karten stecken?
Kaum jemand kommt daran vorbei, eigentlich.

Es handelt sich hierbei um Werbung im Postkartenformat. Unternehmen können bei einer Firma um den Druck einer bestimmten Anzahl von Karten mit ihrer eigens kreierten Werbung ansuchen und diese dann in allen möglichen Ständern und Aufhängevorrichtungen darauf warten lassen, bis ein Passant vorbeigeht und sich eine Karte nimmt, weil er das Motiv als lustig, süß, brauchbar, des Aufhängens an der heimischen Wand würdig oder sonstiges erachtet.

Das ganze Projekt nennt sich "Freecard" und ist - wie der Name unschwer zu erkennen gibt - "for free", also gratis.

Eine nette Idee für Werbung, denn selbst wenn der Passant, der eben noch die Karte vollauf motiviert aus dem Ständer gezogen hat, diese dann wieder in den Mistkübel oder gar auf die Straße fallen lässt, so wird sie trotzdem gesehen, mindestens von dem nächsten, der auf sie draufsteigt oder sie nimmt, um sie in einen Mistkübel zu werfen.

Schwierig wird es einzig bei den Karten, die nicht erahnen lassen, von welcher Firma sie herausgegeben wurden. Es gibt ja dabei allerhand Abstufungen: Manche werben genauso konkret wie ein Werbeplakat, andere verstecken den Firmennamen auf der Rückseite und wiederum andere verraten (zunächst) gar nicht, von welchem Unternehmen sie in Druck gegeben wurden.

In jedem Falle (sogar in letzterem, wenn es sich nur um einen Teaser handelt, der nach einiger Zeit in gleicher Form wieder aufgelöst wird) ist es jedoch - wie ich finde - eine nette Idee, über Freecards zu werben.

Ins Leben gerufen wurde das Ganze übrigens von dieser Einrichtung.

Nachtrag zu "There's no business like Show Business?" am 14. Jänner '08

Gut, man muss es ihm lassen, eine Stellungnahme hat er abgegeben, Herr Fidler - der Verfasser eines von Zynismus, politischer Inkorrektheit und schlechten Scherzen strotzenden Artikels zu Wochenbeginn im Standard.
Mit Müh und Not drückte er - gut versteckt zwischen anderen Kommentaren und Postings zu besagtem Artikel - die folgenden halb-entschuldigenden Worte heraus:

"Geschätzte Posterinnen und Poster,

ich dachte eigentlich, dass der Einstieg mit dem Kinder-Bueno klar macht, dass es hier nicht nicht bierernst losgeht. Das gilt auch für die folgenden zwei Punkte. So kann man sich täuschen, soll uns aber nichts Schlimmeres passieren.

Falls der kleine Turn in der Mitte des Textes auch nicht herausgekommen sein sollte, zur Sicherheit: Dieser Kopf des Tages ist ein sehr, sehr positiver, der das Talent von Vincent Bueno herausstreicht.

Und danke für die Erklärung mit Gott ("Ich liebe dich"), das hab ich offenbar falsch interpretiert. Sorry dafür.

Besten Gruß,
Harald Fidler"

Gut, das ist schon einmal ein wenig Erklärung und Rechtfertigung. Ich möchte nicht erneut auf der ganzen Sache herumreiten, aber wenn die Mehrheit der Rezipienten einen zynischen Artikel nicht auch zynisch auffasst, dürfte etwas schief gegangen sein.

Dienstag, 15. Januar 2008

Pressefreiheit???

Das Jahr 2007 war laut dem Reporter ohne Grenzen Bericht (ROG bzw. RSF) rückblickend das tödlichste Jahr seit 1994. 86 Journalisten kamen bei Einsätzen ums Leben. Diese erschreckende Zahl an Opfern kann wohl kaum unter dem Motto "Berufsrisiko" abgetan werden. Darüber hinaus wurden weitere 20 Medienassistenten getötet.

Als besonders kritsches Land ging im Bericht der Irak hervor, denn dort kamen allein 46 Journalisten ums Leben. Sie waren für lokale Medien tätig und wurden bewusst zum Ziel eines Angriffs ausgewählt. Trotz der alarmierenden Situation scheint sich die irakische Regierung nur wenig dafür einzusetzen der Gewalt ein Ende zu bereiten. Zum Selbstschutz wurde den Journalisten gestattet eine Waffe zu tragen, was sicherlich nicht zur Entschärfung der Situation beitragen kann.

Auch in Somalia wurden ähnliche Angriffe auf 8 Journalisten verübt, wobei es sich zum Teil um Auftragmorde handelte. In Pakistan hingegen kamen 6 Medienschaffende bei Selbstmordattentaten um. Weitere wurden bei Auseinandersetzungen zwischen Armee und Islamisten getötet.

Auch Verhaftungen hat es 2007 in diesem Berufskreis mehr als genug gegeben. 877 Journalisten wurden verhaftet, 1511 angegriffen oder bedroht und 67 entführt.

So kann die Liste noch ewig weitergeführt werden. Der Reporter ohne Grenzen Bericht bezieht sich nur auf Medien-Mitarbeiter, die aufgrund ihrer Arbeit tödlich verunglückten. Ungeklärte Fälle sowie sonstige Ereignisse, die nicht auf die Verletzungen der Pressefreiheit hindeuten, sind somit nicht in der Statistik enthalten.

Soviel zum Thema Pressefreiheit! Leider ist man noch nicht in allen Nationen dazu priviligiert seine Meinung an die Öffentlichkeit zu tragen und diese über gewisse Machenschaften der Gesellschaft, seien sie nun von politischer, wirtschaftlicher oder sozialer Natur, aufzuklären.

Mehr Informationen zu diesem Thema sind auf www.rog.at zu recherchieren.

Montag, 14. Januar 2008

There's no business like Show Business?

Non of your business, könnte man sagen, wenn man sich die Beiträge unserer Qualitäts-Tageszeitung "Der Standard" der letzten Tage ansieht. Man beachte hierbei vor allem Artikel, Reports und Beiträge zur am Freitag ausgelaufenen "Musical! Die Show", in der man nicht nur den Gewinner, sondern gleich auch den ORF in der Luft zerriss.
Bevor jetzt alle rufen: "Aber Sie machen doch dasselbe in Ihrem Blog!" Absolut richtig!
Doch sollte nicht die Berichterstattung einer Qualitätszeitung möglichst neutral bleiben, wohingegen die Informationsausgabe in einem Blog davon lebt, von der eigenen Meinung gefärbt zu sein?

Gut gut, aber bleiben wir beim Thema:
Zunächst einmal kurz zum Fernsehkonzept "Musical! Die Show":
10 Kandidaten treten gegeneinander an und müssen pro Freitag = pro Show ein Lied vor Publikum, Fernsehnation und Jury performen. Jede Woche wird ein/e Kandidat/in laut Konzept vom Publikum und den Fernsehzusehern "rausgevoted": Wer die wenigsten Stimmen hat, fliegt raus.
Das Ganze passiert so lange bis einer übrig bleibt. Einfaches Konzept, schönes Entertainment.

Übrig geblieben ist Vincent, ein 21jähriger (!) Österreicher (!) mit philippinischen Wurzeln, der nur so von Sympathie strotzt. Ein junger Mann mit stimmlichem und schauspielerischem Talent. So die Meinung der Jury, getragen von vielen Menschen der Nation. So vielen, dass er am Freitag das Preisgeld von 50.000 Euro bei der Show gewann.

Berichtete "Der Standard" am 12. Jänner (dem Samstag danach) noch recht neutral und - man möchte fast sagen - gönnerisch über den Sieg des jungen Mannes (APA-Meldungen sind nunmal nicht dazu da, sie abzuändern, sondern einfach dazu, sie 1:1 wiederzugeben), so konnte es Harald Fidler am Tag darauf scheinbar kaum erwarten und ließ am 13. Jänner in der Onlineausgabe und am heutigen 14. Jänner in der Printausgabe Folgendes vom Stapel: "In Haiders Käfig: Er wird ein Star, holt ihn da raus."

Ein Trauerspiel, wie es im Buche steht, wenn schon ein einfacher "Zivilist", der die Sendung wöchentlich verfolgt hat, eine Reihe von Fehlern und eine Überhäufung politischer Inkorrektheit entdeckt:

Zunächst wird der Leser richtig in passiv aggressive Stimmung gebracht - mit den einläutenden Worten Fidlers:

Natürlich hatte Vincent Bueno vom Start der jüngsten ORF-Castingsause "Musical! Die Show" weg entscheidende Vorteile gegenüber seinen Mitperformern.

Kann man dem zynischen Unterton trauen, wenn er behauptet, dass der ORF nichts dem Zufall überlassen möchte?

Aber hängen wir uns doch erst auf der nun folgenden Auflistung zahlreicher "Vorteile", die Vincent gegenüber den anderen Musical-Show-Kandidat/innen hatte, auf:


1. Der 22-Jährige heißt wie ein aus Funk und Fernsehen bekannter Haselnussschokoriegel
des italienischen Überraschungseierriesen Ferrero. Ein klares Plus beim - für den
werbefinanzierten ORF hoffentlich auch ausreichend vorhandenen - jungen
Zuschauerinnen und Zuschauern.

Ist es möglich, dass es ein wenig weit hergeholt ist, dass auf dem richtigerweise wie eine Süßigkeit lautenden Nachnamen des Siegers herumgeritten wird, weil man annimmt, dass selbiger nur deshalb so weit gekommen ist, weil auch der ORF von Werbeeinnahmen lebt? Frei nach dem Motto: Wir lassen nur solche Kandidaten weiter, deren Name wie Kinderschokolade lautet, denn wir haben einen Vertrag mit Ferrero, der besagt, dass wir den einen Kandidaten siegen lassen müssen, damit unsere Kinderschokolade so lange wie möglich in der Freitags-Primetime des ORF genannt wird?
Und dann diese leider nicht ausreichend subtile Beurteilung des Publikums, das dem Standard scheinbar zu jung ist und von selbigem noch in die Schublade "Kinder(schokolade)" gesteckt wird. Hervorragend, hervorragend!
Abseits der Tatsache, dass man sich den eigenen Nachnamen bis zur Heirat nur selten selbst aussuchen kann, werden die Kandidat/innen während der Sendung ausschließlich bei deren Vornamen genannt. Der Nachname ist darüber hinaus für den Durchschnittszuseher unerheblich (Oder fällt jemandem ein Grund ein, wofür ich als Zuseher den Nachnamen der Kandidaten benötigen würde?).

Gut, aber wollen wir ihm eine zweite Chance geben:

2. Er ist männlich, was beim tendenziell weiblichen Publikum von Sing- und Tanzshows
tendenziell ganz gut ankommt. Vor allem, wenn man so ansprechend aussieht wie Herr
Bueno - und doch sehr adrett, was wiederum bei der auch älteren weiblichen Zielgruppe
hilft. Wiewohl die nicht ganz so bereitwillig die ORF-Mehrwertnummer wählt oder
ansmst wie die Jüngeren.

Sexistischer hätte man es nicht ausdrücken können, Gratulation! Nein, von Emanzipation ist hier keine Rede, natürlich ist das Publikum mit einem überdurschnittlichen Prozentsatz weiblicher Zuseher versehen, das streitet niemand ab. Aber könnte es nicht sein, dass er einfach Talent hat und singen kann? Nein, so weit ist nicht zu denken und vor allem hat sich das ja in der letzten Runde vor dem endgültigen Finale schon abgezeichnet, in dem Vincent gegen zwei (!) Frauen angetreten ist.
Die ORF-Mehrwertnummer mag ein Anliegen sein, ist jedoch nichts Neues, also scheint es reichlich spät sich darüber zu mokieren.
Und noch etwas: Zweimal das Wort "tendenziell" in einem Satz zu verwenden, hieß früher in der Schule noch "Wortwiederholung" und gilt als "schwerer Fehler". Das könnte in jeder Situation zwischen "Genügend" und "Nicht genügend" entscheiden!

3. Dem jungen Mann stehen Strapse und Netzhöschen zumindest ähnlich gut wie
Kontrahentin Gudrun. Das hilft möglicherweise neben seinem erfreulichen Aussehen bei
jener nicht zu unterschätzenden Zielgruppe, der auch Moderator Alfons Haider angehört.
Wir entnehmen allerdings gerade einem bunten Blatt, dass Herr Bueno seine (vom ORF
oft gezeigte) Freundin Barbara alsbald zu ehelichen gedenkt.

Man muss es ihm nachsehen, da kann man sich ja auch schnell irren, bei solch einer Vielzahl an Kandidaten. Er meinte wohl Alexander, der übrigens als Mann trotz der vorangegangenen Hypothese mit den männlichen Kandidaten und den weiblichen Zusehern schon lange vor vielen Frauen rausgewählt wurde! Die Homepage des ORF stellt uns sogar ganz freiwillig das Video zur Verfügung, in dem Vincent... äh... Alexander ob der Tatsache, dass es sich um eine Musicalshow handelt, in der man sich der Geschichte gerecht verkleidet und in eine Rolle schlüpft, mit Netzstrumpfhose und in Frauenkleidern auftritt.
Selten diskriminierend auch hier wieder die missglückte Subtilität, die in überaus disqualifizierender Weise auf den homosexuellen Anteil der Zuseher anzuspielen versucht.


Und so weiter und so fort. Ich denke, Sie wissen, worauf ich hinaus möchte...
(Und verpassen Sie auch bitte nicht das TV-Tagebuch vom 13. Jänner, das ebenfalls zu besagtem Thema verfasst wurde.)

Der Standard wird hier hoch geschätzt, aber auch eine "Qualitäts"-Zeitung hat ihre schlechten Tage...

Donnerstag, 10. Januar 2008

Werbeinvestitionen: Eine Prognose für 2008

Ich möchte heute dieses Portal nutzen, um die neuesten Messungen zum Werbewachstum in Österreich vorzustellen.

Die aktuelle Prognose rechnet mit einem Wachstum von immerhin 3,6 Prozent bis Mai 2008. Diese Prognose fällt zwar nicht ganz so optimistisch aus wie im Vorjahr- man thematisierte damals noch ein Plus von 6,2 Prozent- dennoch bewertet der Obmann des Fachverbandes Werbung und Marktkommunikation, Peter Drössler, das nun prognostizierte Plus von immerhin 3,6 Prozent als „durchaus solide“. Der vermeintliche Werbeboom- die so genannte „Werbe-Hausse“- sei zwar vorbei, dennoch sei der Aufschwung durchaus positiv zu bewerten.

Das höchste Werbewachstum findet man wieder einmal im Bereich Internet/Neue Medien. Mit 11,3 Prozent in den nächsten Monaten erwarten die Fachleute in diesem Bereich einmal mehr das höchste prozentuelle Wachstum. So hatte dieser Sektor bereits im vergangenen Jahr deutlich die Nase vorn und stieg allein von Jänner bis November 2007 um beachtliche 82,2 Prozent!
Im Sektorfeld der klassischen Medien, die einen Anteil von 60% des Gesamtwerbekuchens einnehmen, ist das zu erwartende Werbeplus von 3,2 Prozent bei den Printmedien am höchsten. Flugblatt, Plakat und TV dürfen auf ein Plus zwischen 2,5 und 2,9 Prozent hoffen. Der Hörfunk wächst vergleichsweise gering um 1,9 Prozentpunkte.

Allgemein äußert sich die Stimmung im Westen freundlicher als im Osten unseres Landes. So wird für Oberösterreich das größte Werbeplus vorhergesagt (6,7%); Wien findet sich mit nur 1,7 Prozent am unteren Ende der österreichischen Wachstumsrate in der Werbelandschaft wieder.

Blicken wir auf das Jahr 2007 zurück, so zeigt dieses sich als eines der besten Jahre in der jüngeren Werbegeschichte. Vor allem die Wirtschaftsbereiche Getränke und Energie wirkten hierbei als treibende Kräfte.

Wir blicken also auf eine sehr erfreuliche Werbebilanz des Jahres 2007 zurück und freuen uns auf ein werbeintensives Jahr 2008- das uns eigentlich schon allein im Hinblick auf die EURO 2008 beschert werden sollte.

Soviel also zu den durchaus optimistischen Werbeprognosen 2008. Man darf gespannt sein.