Montag, 26. November 2007

Blog around the clock...

Es sieht so aus als würde die ganze Welt bloggen, um sich der Öffentlichkeit mitzuteilen. Und ich persönlich finde es gut - gut zu beobachten, wie sich ein riesiges Netzwerk an Meinungen, News und Informationen bildet.

Wie mir das gerade jetzt einfällt? Sogar "Krone"-Herausgeber Dichand ist seit kurzem mit einem Blog online gegangen.

Und ich denke, ich werde diese Neuigkeiten aufgreifen: In den nächsten Wochen wird es an dieser Stelle die eine oder andere Lektion zu einer neuen Reihe geben, die ich zum Thema "Web 2.0" gestalten möchte.
Letztlich sind dies nämlich die Medien und Kommunikationswege der Zukunft, also ist es mit Sicherheit keine schlechte Sache, mal ein bisschen in das Thema reinzuschnuppern.

Viel Spaß also in der nächsten Zeit mit der Reihe "Web 2.0" und viel Freude beim Lesen des Dichand-Blogs!

Donnerstag, 22. November 2007

Web Accessibility!

Ich nutze heute diese Plattform, um auf eine neuartige und medientechnisch sehr interessante sowie empfehlenswerte Veranstaltung hinzuweisen. Es handelt sich um die erste Accessibility Blog Parade, die bereits von 10 Oktober bis 11. November in der deutschsprachigen Blogosphäre lief und nun am 29. November in Wien seine Fortsetzung findet. Das ganze wird, mit einem Live-Event medienwirksam in Szene gesetzt.

Etwas genauer gesagt, handelt es sich um eine Parade „über Barrieren im Netz“, die sich unter anderem mit Fragen der Zugangsschwierigkeiten und Blockaden im Netz beschäftigen.
Ausgegangen ist diese ungewöhnliche Parade von zwei österreichischen Weblogs: dem „MAIN_blog“ des MAIN Vereins und „Nur ein Blog“ von Robert Lender. Die Parade kann sich durchaus erfolgreich zeigen, betrachtet man den Fakt, dass in rund 40 Weblogs aus Österreich, der Schweiz und Deutschland mehr als 100 Beiträge zur Accessibility Blog Parade veröffentlicht wurden. Darunter fanden sich sowohl fundierte Analysen und kontroversielle Überlegungen von Fachleuten wie auch praxisnahe Artikel mit technischen Tipps und Anregungen, wie Blog-Systeme barrierefreier gestaltet und adaptiert werden könnten.

Das Ziel war es, laut MAIN, das komplex gestaltete Fachthema der Web Accessibility etwas niederschwelliger zu kommunizieren, was durch die zahlreiche Beteiligung engagierter Blogger auch gelungen sei. Durch die rasche Entwicklung des Web entstünden nämlich mit den neuen Anwendungen laufend auch neue Barrieren, die im Rahmen dieser Initiative thematisiert werden sollten. Die Absicht wäre es die Wissensgesellschaft für alle gemeinsam barrierefrei voranzutreiben.
Dieser medienwirksame Anstoß verhalf den Blogs darüber zu kommunizieren und Aufmerksamkeit beziehungsweise Bewusstsein dafür zu schaffen. Das Projekt zeigt sich im laufenden Prozess und schließt ebenso die Aufbereitung der Beiträge als Wissensdossiers in die Arbeitsprozesse mit ein.

Unter dem Motto „nach der Parade ist vor der Parade“ bewegt sich das Webevent nun vom virtuellen Raum ins reale Leben. So zieht am 29. November 2007 ab 18.00 die Accessibility Blog Parade zu einem Live Event in das Auditorium des Museums Moderner Kunst ins Museums-Quartier ein.
Am Programm steht ein aufgeweckter, bunter Abend mit interessanten und anregenden Diskussionen rund um das Thema Web. Veranschaulicht werden die Beiträge mit Präsentationen und spannenden Darbietungen, wo man unter anderem erfährt wie man Websites ohne Maus bedienen kann, beziehungsweise wie ein Textbrowser für funktioniert.
Die Veranstaltung wird ebenfalls in Gebärdensprache gedolmetscht und der Eintritt ist frei. Um Anmeldung werden alle Interessierten gebeten: info@mainweb.at.

Infos zum Live Event der Accessibility Blog Parade gitb es unter:
http://www.mainweb.at/blog/2007/11/12/einladung-live-event-zur-accessibility

Mittwoch, 21. November 2007

Medien sind mächtiger als wir denken...

Um dem Lerngehalt dieses Blogs auch wieder einmal ein bisschen gerecht zu werden, heute mal ein spannender, lehrreicher Blogeintrag.

Kaum jemandem wird entgangen sein, dass sich Relations Communications als Kommunikationsagentur auszeichnet und auf Public Relations spezialisiert ist. Was uns also besonders interessiert? Die Techniken der Öffentlichkeitsarbeit.

Heute möchte ich ein wenig über die Medienresonanzanalyse erzählen.
Denkt der schlaue Leser jetzt "Herrje, wie trocken..." und will zum nächsten Blog zappen, begeht er einen Fehler.
Es ist dies eines der spannendsten Gebiete der Public Relations.
Immerhin lässt sich dadurch jedes Mal auf's Neue festhalten, wie mächtig Medien eigentlich sind - und wie wenig wir das wirklich wahrnehmen.

Also, wie immer sollte ich eigentlich von vorne beginnen:
Auf die Medienresonanzanalyse bin ich erst heute Morgen bei meiner täglichen Durchforstung des Internets nach spannenden News aus der Medienwelt wieder gestoßen.

Bevor ich jedoch loslege, hier noch ein kurzer Crash-Kurs: Was ist eine Medienresonanzanalyse? Nun, dabei handelt es sich - in eigenen Worten und kurz gesprochen - um die Analyse und Behandlung sämtlicher Presseartikeln, Beiträge & Konsorten, die zu einem Thema, einem Unternehmen, etc. in den Medien erschienen sind. Aufgrund dieser Medienresonanz lässt sich schließlich feststellen, wie - brechen wir es der Einfachheit halber auf ein Beispiel herunter - ein Unternehmen und das, was es in der Öffentlichkeit kommuniziert, auf die Medien wirkt.
Und hier ist noch nicht das Ende der Fahnenstange - nein, hier beginnt die Fahnenstange erst. Denn das, was Medien letztlich über ein Unternehmen schreiben ist auch das, was der Rezipient und Konsument, der mögliche Kunde und der gute Rest der Menschheit zu diesem Unternehmen vorgelegt bekommt.
Hier sind wir bei Imagebildung, Einstellungs-Beeinflussung & all den anderen wirkungsvollen Dingen, die durch Öffentlichkeitsarbeit erreicht werden können.

Aber was wäre all das wiederum ohne den Beitrag der Medien? - Nichts. Nämlich nichts im Sinne von: Nicht existent.

Und genau hier sind wir bei der Macht, die Medien eigentlich besitzen...

Ein plastisches Beispiel und letztlich der Grund, wieso ich heute über die Medienresonanzanalyse schreibe:

Die Observer GmbH - Österreichs führender und größter Medienbeobachter - hat sich kürzlich die diesjährige Internationale Automobil-Ausstellung (kurz IAA) zur Brust genommen und eine Medienanalyse auf Basis der gesamten zur IAA bestehenden Medienresonanz angefertigt.
Laut Florian Laszlo (vertretungsberechtigter Geschäftsführer und Leiter der Internationalen Automobil-Ausstellung) hilft eine solche Medienresonanz aus allen österreichischen Medien bei der Gestaltung der nächsten Kommunikationsmaßnahmen und ermöglicht ein Controlling der eigenen Aktivitäten.
Absolut richtig!

Was passiert nun - am Beispiel der IAA - bei solch einer Medienresonanzanalyse? medianet hat diese Information im heutigen Artikel zum Thema "Mediale Aufmerksamkeit" schön kompakt zusammengefasst:
Die Medienresonanzanalyse berücksichtigt die mediale Übernahme des Themas IAA und analyseiert dieses hinsichtlich seiner inhaltlichen Details. So etwa die Anzahl der nennungen einzelner Marken, Modelle oder Techniken (Hybrid) (...)

Das erscheint logisch.

Also, lange Rede kurzer Sinn: Die Medienresonanzanalyse ist eine wichtige Sache für zukünftige Kommunikationsarbeit und darf somit nicht unterschätzt werden. Schließlich sagt sie aus, was Medien über ein Unternehmen oder Ähnliches schreiben.
Und das wiederum ist, was der Rezipient dann liest, hört oder sieht und in weiterer Folge auch denkt.
Um es in kommunikationswissenschaftlicher Sprache zu sagen: Hier kommt die Verstärkerhypothese zum Einsatz: Der Rezipient wird in seinen Einstellungen durch die (Massen-)Medien maßgeblich beeinflusst, das sollte nie vergessen werden.

Ergo:
Medien sind mächtiger als wir denken...

Montag, 12. November 2007

Die EURO 2008 - Ein Fest der Kommunikation...

Ja, kaum einer kann den Begriff "EURO 2008" noch hören, wo die Fußball-Europameisterschaft doch erst in 208 Tagen überhaupt beginnt, wie uns übrigens ein auf die Minute genau berichtendes riesiges Display mitten am Wiener Rathausplatz bestätigt.

Nun ja, ist einmal so ein Event (mitunter) in Österreich angesetzt, dann rauschen natürlich auch die heimischen Medien zum großen Freudenfest und geben alles!

Alles... kann ich in diesem Blog nicht erzählen, aber nur ein paar "Gustostückerln" aus dem, was an Kommunikation zur mehr oder weniger "anstehenden" Europameisterschaft geplant ist und teilweise schon betrieben wird.

Beispielsweise startet Gewista (zuständig für Außenwerbung und Außen"kommunikation", denn "an uns kommt jeder vorbei") ein so genanntes "Total Branding" in Wiens U-Bahnen und ihren Stationen... was bedeutet das? Alles, aber auch wirklich alles, was an Fläche frei und nutzbar ist, wird mit EURO '08-Werbung zu-tapeziert... die Linie U2 als solches soll zur "EURO-U-Bahn" werden, wie der Standard schon vor längerer Zeit berichtete...

Also: Sektion 1 des Mottos "Selbst wenn sie noch so sehr wollen, an uns kommen sie nicht vorbei!" ist die U-Bahn.

Einmal ganz zu schweigen von der Fanmeile (einer guten Hälfte des Wiener Rings), jede Menge Sponsoring, vielen vielen EM-Artikeln, EURO 2008-Beschriftungen und -Beklebungen in sämtlichen Filialen einer bekannten Supermarkt-Kette, den schon eingekauften Rechten des ORF für die Übertragung sämtlicher Spiele, ja sogar Diplomarbeitsthemen zum Thema EURO 2008 und ihre Kommunikation werden fleißig eingereicht...
Unabhängig von all dem möchte ich noch zwei Eckpfeiler der Kommunikation rund um die Fußball-Europameisterschaft herausgreifen:

Einerseits wäre da die mit schier grenzenloser Freiheit behaftete Online-Werbung. Ich denke es reicht festzuhalten, was Herr Peter Drössler vom Fachverband Werbung und Marktkommunikation der Wirtschaftskammer Österreich für die EURO 2008 prognostiziert:

"Wir wissen, dass jedes vierte Unternehmen in Österreich konkret Werbemaßnahmen in Zusammenhang mit der EM plant."

Tja, ich denke, das sagt alles, aber wundern tut's mich nicht!
Da bleibt dann wirklich nur mehr die Frage offen: Was ist einfacher - herauszugreifen, wer auf welchem Wege Kommunikation zur EURO 2008 betreibt... oder herauszugreifen, wer es nicht tut?

So oder so gibt es zu einem "einerseits" immer ein "andererseits", weswegen ich zu einem schönen, den Kreis schließenden Abschluss des heutigen Blogeintrags kommen möchte: Das Logo für die EURO 2008 wurde noch Ende Oktober von der WKÖ präsentiert, damit alle 370.000 österreichischen Unternehmen, die im Zuge der Fußball-Europameisterschaft werben möchten, dies auch ohne rechtliche Bedenken tun können.

Here we go:

Und was Herbert Grönemeyer bei der WM 2006 schon bemerkte, möchte nun auch ich an dieser Stelle aufgreifen und zu meinen Schlussworten erklären:

Es wird Zeit, dass sich was dreht...

Dienstag, 6. November 2007

Allerlei

Ich bin heute im OTS-Verteiler auf interessante Neuigkeiten gestoßen. Zum einem handelt es sich dabei um eine Website, die sich Kanzler 4 Kids nennt, und den Kleinen näherbringen soll, was sich hinter dem Aufgabenbereich eines Bundeskanzlers verbirgt. Auf spielerische Art und auf kindliche Weise in Szene gesetzt, erfahren wahrscheinlich nicht nur die jüngsten Bürger wie die Bundesregierung agiert. Die Startversion wurde bereits am Nationalfeiertag im Parlament der Öffentlichkeit präsentiert. Da ein reges Interesse seitens der Rezipienten an diesem Konzept zu vermerken ist, soll die Website weiter ausgebaut werden.
Für alle die sich einen kurzen Blick verschaffen wollen: www.kanzler4kids.at

Zum anderen gab es eine durchaus nettes offeriertes Angebot vom WienXtra-medienzentrum namens Projekt code x. Zu diesem Anlass sind alle 15-22jährigen medieninteressierte junge Menschen eingeladen medienethische Fragestellungen zu diskutieren. Mit unterschiedlichen Medien erstellen die Jugendlichen in den Projekttagen vom 9.11.-11.11. einen neuen multimedialen Ehrenkodex für österreichische Medien. Bei der Pressekonferenz am 12. November sollen die Entwürfe schlussendlich vorgestellt werden. Persönlich halte ich dieses Konzept für eine grandiöse Idee. Jeder, der Interesse hat ein Gefühl dafür zu entwickeln wie weit Medien in ihrer Berichterstattung eigentlich vorgehen können/ dürfen und oder sollten, der kann sicher seinen Wissensdurst an diesen Tagen stillen. Dabei sein, ist alles!
Alle Infos zum Projekt: www.codex.o94.at

Mittwoch, 31. Oktober 2007

Bringen Sie das zusammen...?

Unter diesem Aufhänger fielen erstmals 2003, meiner Ansicht nach besonders einprägsame und damit durchaus wirkungsvoll gestaltete, Werbeplakate des Jugendamtes im Wiener Straßenbild auf.
Mit süßen Fratzen, die sich mit mienenverzerrten Gesichtern gegen den allbekannten Kleinkinderfeind, im Volksmund „Gemüse“ genannt, zu wehren versuchten, warb das Jugendamt damals erstmals um Pflegeeltern für zahlreiche betreuungslose Kinder, die sich wartend unter den Fittichen des Jugendamtes befanden- und in großem Maße noch immer befinden.
Wer kann sich nicht an den trotzigen Lockenkopf erinnern, der beim Anblick des abscheulich grünen Brokkolis am Liebsten die Flucht ergriffen hätte?

Mir zumindest blieb dieses Werbesujet sehr gut in Erinnerung und ich fand auch die Motivation aus welcher heraus diese Kampagne entstand sozusagen lobenswert. Mir gefiel, und gefällt nach wie vor diese Idee ganz einfach.
Darum empfinde ich es auch als durchaus positiv, dass die Kampagne nicht verworfen, sondern ständig daran gefeilt (was auch von ihrem Erfolg zeugt) wurde. Durch den Erfolg und die vermehrte Rückmeldung bestärkt, beschloss man, getrieben von dem immer noch immensen Bedarf an Pflegeeltern, die Kampagne auf ein weiter gestreutes Publikum anzupassen.
Man richtet sich mehr nach dem Zielpublikum und spricht verschiedene Formen von Lebensgemeinschaften, beziehungsweise auch bewusst allein lebende Menschen an.
Neben, der im Volksmund als „normale“ Form der Lebensgemeinschaft bezeichnete, heterosexuellen Lebensgemeinschaft, richtet man sich ganz bewusst an homosexuelle Paare, allein erziehende Elternteile und solche, die es gerne sein würden.

Ich finde die Idee gut; sehr gut. Die Fürsorge für einen anderen Menschen zu übernehmen sollte als keine soziale Wohltat angesehen werden; es sollte viel mehr das Bedürfnis nach liebevoller Fürsorge auf der einen Seite und die Notwendigkeit einer wohl gesonnen Obhut auf der anderen Seite befriedigen.
Noch immer gibt es zahlreiche Kinder, die sich danach sehnen einen, oder mehrere Menschen zu finden, denen sie am Herzen liegen; die sich um sie kümmern und ihnen ein Gefühl der Geborgenheit und des Willkommens geben. Ob diese Menschen nun aus einer Person, aus mehreren Personen, männlich, weiblich, in welcher Konstellation auch immer bestehen, das ist dem Kind, da bin ich mir sicher, relativ egal.
Lernen kann man es sicher nicht, können tun es viele nicht, aber zusammen kann man es versuchen und möglicherweise etwas erfahren, was über gesellschaftliche Klischees und Erwartungen hinausgeht.

Das hört sich schön an. Rosig. Und eigentlich unkompliziert.

Darum frage ich mich warum unsere Politik (pardon... ich will nicht alle politisch engagierten Menschen dieses Landes in einen Topf werfen), also sagen wir einige Politiker, eigentlich etwas gegen diese Entwicklung haben.
So spricht die FPÖ ganz ungeniert und offenkundig von einer an „Absurdität nicht mehr zu überbietende Kampagne.“ Weiters meinen einige FPÖ Politiker: „Ewiggestrige linke Tagträumer haben offenbar nach wie vor das Ziel, gewachsene Lebensgemeinschaftsstrukturen durch ihr ideologisch-verworrenes Weltbild zu zerschlagen“... „man wolle durch die Hintertüre das Adoptionsrecht für Homosexuelle zumindest gesellschaftsfähig machen“.

Was soll man hier noch anfügen? Soviel Ignoranz und Stupidität auf einem Haufen... eigentlich ist das eine Schande...
Wohlgemerkt: Ich möchte hier keine allgemein gültige Meinung vertreten. Das war einzig und allein meine erste Assoziation.

Soviel Verständnis ich jeden Mensch, jeglicher politischen Gesinnung (naja, fast jeglicher...), auch entgegen bringen möchte, so möchte ich aus meiner Warte nicht die Person sein, die den Kleinen mitteilt, dass es in Zukunft noch weniger Menschen geben wird, die sich gerne ihrer annehmen würden, da man es einer Mami allein oder sogar zweien unter keinen Umständen erlauben dürfte sich um sie zu kümmern. Dasselbe gilt natürlich auch für die männliche Seite.

Immerhin muss die Vorstellung schon schrecklich sein: ein Kind mit zwei Menschen des gleichen Geschlechtes, die sich liebevoll zusammen darum kümmern... ganz im Gegensatz zu dem Bild von einem Kind ganz allein... allein sich selbst überlassen.

In einen Politikerkopf möchte man (beziehungsweise ich) nicht zu Hause sein, kann ich da nur anfügen...

Donnerstag, 25. Oktober 2007

DVB-H

Diese Buchstaben lösen Emotionen aus. Ohne weiter nachzudenken schießen uns Bilder von sprechenden Fernsehern in unser Gedächtnis... und auch die wochenlang eingeblendete Textzeile der DVB-T Umstellung rückt in unser Bewusstsein.
Je nach Betroffenheit führt das zu gleichgültigen, oder aber auch aggressiven und in manchen Fällen möglicherweise positiven Gefühlsattributionen.

Aber, keine Angst es geht dieses Mal nicht über die DVB-T Box für unser liebes Fernsehen. Es geht um DVB-H, dem Fernsehkonzept via Handy.
In letzter Zeit öfters gehört (und zwar zum Beispiel im Rahmen einer Untersuchung, die herausfand, dass dieses Service mit Vorliebe daheim, in den eigenen vier Wänden genutzt wird; ein Kommentar hierzu ist wohl überflüssig) geht es darum, dass die ORF-Sendetechniktochter ORS (zu meiner Schande ist mir diese Tochterunternehmung gänzlich unbekannt) sich um die Übertragung von DVB-H bewirbt, und sich aus diesem Grunde mit möglichen Programmanbietern zu einem runden Tisch zusammensetzen möchte, um das Bewerbungskonzept zu diskutieren.
Geplant ist derzeit ein Programm-Mix von beachtlichen 15 TV-Kanälen und Radioprogrammen. Der Sendeprogramm soll wünschenswerter Weise noch vor der UEFA 2008 beginnen und der nötige Netzausbau rasch erfolgen. Bereits innerhalb eines Jahres sollen 50% der Bevölkerung über die technischen Mittel verfügen dieses Service nutzen zu können (wünschenswerter Weise nicht nur in den eigenen vier Wänden- der Erfahrung zum Trotz).
Programme, die an einer Verbreitung via DVB-H interessiert sind, wurden nun zum runden Tisch geladen und müssen bis spätestens 19. November 2007 eine Absichtserklärung abgeben. Die Auswahl der zu sehenden Sender treffen die Mobilfunkbetreiber, die die Programmpakete schließlich vertreiben.
Spezielle Ausnahmeregelungen gibt es für ORF1, ORF2 und ATV, die einen Fixplatz bekommen; unter der Voraussetzung sie bewerben sich und bezahlen das erforderliche Entgelt. Genannt wird diese Regelung „must carry if“.

Die ORS rechnet mit großem Interesse und schließt auch internationale Bewerber nicht aus.
Gegenüber der APA meinte man Donnerstag: Man sei „guter Hoffnung“, dass man nach der gelungenen Umsetzung von DVB-T auch hier auf das Vertrauen der Konsumenten zählen könne. (Mal ehrlich: Eine gelungene Umsetzung von DVB-T aufgrund des großen Kundenvertrauens...?)

Naja, umfassend betrachtet wird es dem Konsumenten wohl nicht abverlangt werden sich mobil technisch aufzurüsten, um weiterhin wie gewohnt telefonieren zu können... so gesehen: lassen wir dieses Experiment gerne auf uns zukommen und freuen uns auf unsere Lieblings-Soap im U-Bahn Getümmel.
Und im Hinblick auf die Tatsache, dass beinahe jeder Österreicher mindestens ein Handy besitzt, kann dann auch jeder sehen, was er möchte... auch daheim, in den eigenen vier Wänden.