Montag, 10. September 2007

Reihe "PR-Qualität" - Teil 2: Journalismus und Public Relations - Es tut sich was!

Noch einmal zurückgreifend auf meinen Blogeintrag von Donnerstag, 6. September 2007, in dem ich über den PRVA und dessen Maßnahmen zur Qualitätssicherung der Öffentlichkeitsarbeit erzählte, möchte ich heute quasi einen Einblick in die derzeitige Praxis geben. Dies bietet sich an, da einige unserer liebsten Informanten á la Standard und OTS in den letzten Tagen darüber berichteten, dass Medienfachleute am Arbeitsmarkt zusehends gefragt sind. Dies äußert sich mitunter in einem Rekord bei den Jobangeboten für Journalisten und PR-Fachleute. Zusammen mit dem neu vorgestellten Lehrgang für PR und Integrierte Kommunikation an der Donau-Universität Krems ergibt dies einen schönen Overview darüber, was sich derzeit vor allem am Public Relations-Sektor tut.

Vollends verwirrt, worauf ich heute hinaus will? Ausgezeichnet! Dann beginne ich - wie immer - am besten einfach am Anfang...

Das Online-Journalisten-Portal http://newsroom.de/ konnte in der vergangenen Woche 140 neue Jobangebote für die Bereiche Journalismus und Public Relations aufzeichnen. Im Vergleich zum letzten Jahr, in dem die wöchentliche Durchschnittsrate neuer Stellenangebote bei etwa 100 Posten lag, eine beachtliche Zahl! Und dabei handelt es sich bei Gott nicht um die Art Job, wie man sie aus vergangenen Zeiten gewohnt ist: Schlecht bezahlte, unbeliebte Praktika mit Aufgaben, die "eben auch jemand machen muss"! Nein, ganz im Gegenteil, das sind qualitativ hochwertige Stellen!
Ein weiterer auffälliger Trend ist der, dass sich Jobangebote in den Sparten Journalismus und Öffentlichkeitsarbeit - nicht wie sonst - die Waage halten! Und auch dieser Trend ist laut newsroom.de-Projektleiter Thomas Hofbauer schon längere Zeit zu beobachten gewesen.
Bei newsroom.de handelt es sich übrigens um ein hochgradig seriöses Internetportal, auf dem 28.201 Journalisten und Public Relations-Praktiker angemeldet sind. Binnen einer Stunde, nachdem ein Jobangebot an newsroom.de zur Veröffentlichung gesendet wurde, wird dieses in Form eines E-Mails an die angemeldeten Medienfachleute weitergeleitet.
newsroom.de wird vom Salzburger Medienfachverlag Oberauer geführt, der darüber hinaus im gesamten deutschen Sprachraum eine Vielzahl großer unabhängiger Branchenmagazine herausgibt.

Aber jetzt genug der Werbung!

Einmal abgesehen von der Tatsache, dass Medienfachleute vor allem der Sparten Journalismus und Public Relations in der letzten Zeit immer gefragter werden, ist es auch ein Faktum, dass die Qualität der Aus- und Fortbildung gerade im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit zusehends steigt. Und hier meine Anlehnung an den vor einigen Tagen veröffentlichten Beitrag über den Qualitätsstempel des PRVA.
Denn auch die unter Medieninteressierten bekannte Donau-Universität Krems stellte nun vergangene Woche einen neuen Lehrgang für PR und Integrierte Kommunikation vor, der innerhalb von vier Semestern absolviert werden kann.
Positiv an diesem Lehrgang ist die Möglichkeit ihn berufsbegleitend zu besuchen, abgeschlossen wird er mit dem Master of Science (abgekürzt: MSc).
Ein nicht zu unterschätzender Nachteil jedoch sind die erheblichen Kosten von EUR 13.900,- für die Teilnahme, deren Investition aber für die individuelle Zukunft von großem Nutzen sein könnte.

In jedem Fall ist es mehr als erfreulich zu sehen, wie die Public Relations-Branche mit produktiven Mitteln und Wegen versucht sich ihres schlechten Rufes zu entledigen (wobei an dieser Stelle erwähnt sei, dass nicht nur ich persönlich, sondern auch der PRVA der Ansicht ist, dass die PR in Österreich einen mehr als negativen Ruf aufzuweisen hat) und dabei auch schon erste Erfolge präsentieren kann.

Wir bleiben am Laufenden!

Freitag, 7. September 2007

Reihe: Kinder machen Medien

Gestern habe ich bereits darüber berichtet wie der ORF sich in den kommenden Monaten dem Thema Kinder widmet.

In den USA scheint es nicht ganz so kinderfreundlich zuzugehen. Der amerikanische Sender CBS wird ab 19. September ein abgewandeltes BIG-Brother Format ausstrahlen. Der Unterschied zwischen der uns bekannten Reality TV-Show ist jener, dass hierbei 40 Kinder 40 Tage lang in einer Geisterstadt im US-Bundesstaat New Mexico ohne Strom,fließend Wasser und elterliche Fürsorge hausen müssen. (Quasi auch ohne Mc Donalds, Donuts, Brownies und sonstigen amerikanischen Leckereien.
"Kid Nation" schimpft sich diese neue Sendung, die international für hitzige Diskussionen sorgt. Seltsam nur, dass es erlaubt sein soll in den USA ein derartiges Format auszustrahlen. Amerika hat gewöhnlich immer ein wachsames Auge über seine Jugend.

Wenn man es sich recht überlegt, so sind Kameras allerdings doch die ideale Lösung. Rund um die Uhr können die Jungs und Mädels beschattet werden, ob sie auch keine Streiche machen. Kurzum: That`s America-"das Land der unbegrenzten Möglichkeiten".

Donnerstag, 6. September 2007

Reihe "PR-Qualität" - Teil 1: Prädikat "PRVA-geprüft"!

Heute wird mal in eigener Sache gebloggt. Wir als PR- bzw. Kommunikationsagentur sind natürlich stets darauf bedacht, dass im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit etwas weitergeht. Sofern wir selbst dazu beitragen können, tun wir das. Doch bekommen wir Unterstützung von einer "übergeordneten Macht", stört uns das auch keineswegs!

Der PRVA (schon öfters in diesem Blog erwähnt, weil quasi unser Schäfchenhüter - alias der Public Relations Verband Austria) initiiert eine weitere Maßnahme zur Qualitätssicherung der Public Relations in Österreich. Dies zumindest wurde in einem Pressegespräch am 4. September öffentlich gemacht.

Da es sich bei unserem Fachgebiet - der Öffentlichkeitsarbeit - um einen Bereich handelt, der eigentlich in keinem Unternehmen und in keiner Institution mehr weggedacht werden sollte, ist es natürlich nicht zu viel verlangt einem solch wichtigen Bereich Rechnung zu tragen!

Für alle, die sich jetzt verwirrt am Kopf kratzen und überlegen, was denn nun Public Relations genau sind, klau ich mir jetzt einfach mal die Definition, die der PRVA selbst über den eigenen Arbeitsbereich gibt:

"Public Relations sind das strategisch geplante, langfristige und umfassende Management von Beziehungen eines Unternehmens, einer Organisation bzw. einer Person zu den internen und externen Gruppen der Öffentlichkeit unter Berücksichtigung ethischer Aspekte (Athener Kodex)."

Also genau darum geht es, besser hätte ich es auch nicht ausdrücken können!
Und wenn man sich das genau überlegt, bemerkt man: Dieser Arbeitsbereich darf in keiner Einrichtung fehlen. Denn... sonst fehlt was!

Gut, und der PRVA ist nun drauf und dran eine Art Qualitätskontrolle einzuführen, sprich durch gewisse Maßnahmen sicherzustellen, dass Öffentlichkeitsarbeit nicht nur richtig betrieben, sondern in erster Linie gleich einmal richtig angelernt wird. Dafür ist also wichtig, dass Menschen, die sich einmal arbeitstechnisch in diesen Bereich begeben wollen, auch fachlich fundiert aus- und in nächster Instanz natürlich stetig weitergebildet werden.

Also hat der PRVA schon 2004 eine Maßnahme zur Sicherung der Qualität der Branche durchgezogen: Es wurden insgesamt 14 Ausbildungswege für das Gebiet der Public Relations prädikatisiert.
Nach einer aktuellen Umfrage bei diversen Instituten hat dieser PRVA-Qualitätsstempel einen hoch angesiedelten Stellenwert inne, weswegen der PRVA nun 2007 zu weiteren Qualitätssicherungsmaßnahmen greift...

Der Verband vergibt hinkünftig das Prädikat "PRVA geprüft". Zunächst muss jedoch ein Gutachten über die Qualität des jeweiligen Lehrplans, der Infrastruktur des Anbieters und der Besetzung mit Lehrbeauftragten erstellt werden. Erst dann wird der Prädikatsstempel draufgesetzt.
Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit zum "Partner des PRVA" zu werden, wenn denn eine besonders enge Zusammenarbeit mit dem Verband vorhanden ist.

Nun, und nachdem genau dieser Prädikatsstempel von großer Bedeutung ist und allseits bekannt als von hohem Wert eingestuft wird, schließt sich der Kreis und es wird durch die Bank anerkannt, dass ein Lehrgang mit dem Prädikat "PRVA geprüft" von hoher Qualität ist und Abgänger dieses Lehrganges eine fundierte Ausbildung auf dem Gebiet der Öffentlichkeitsarbeit aufweisen können.


Schön, schön!
Nur weiter so!
Und vielen Dank!

Fortsetzung "Kinder machen Medien"

Vor 2 Tagen habe ich bereits über den Radiosender in Florida berichtet, welcher nur von Kindern geführt wird.

Auch in Österreich gibt es zum Thema "Kinder machen Medien" etwas Interssantes zu erzählen. Der ORF plant nämlich ab Herbst diesen Jahres junge Talente vor die Kamera zu stellen. Es handelt sich dabei um ein eigenentwickeltes Quizformat namens "Dreizehn". Wie der Name schon sagt, werden 13jährige ihr Können unter Beweis stellen. Die schlauen Köpfe sollen gegen unterschiedliche Prominente antreten und diesen zeigen, was sie brav in der Schule gelernt haben. Ob das verstaubte Schulwissen der Prominenz dabei mithalten kann, wird sich demnächst, genaugenommen ab 28.September, zeigen.

Derartige Quizformate sind zwar nicht unbedingt eine neue Erfindung, dennoch aber sind sie beim Publikum besonders beliebt. Kinder frischen laut dem ORF Unterhaltungschef, Edgar Böhm, die Sendungen auf und geben ihnen den richtigen Pepp. "Sie sind enorm authentisch und uneitel- zumindest bevor die Pubertät einsetzt. Für das Fernsehen ist es das Erfolgsrezept schlechthin, so zu sein wie man ist", meint Böhm.

Und damit hat der ORF noch nicht genug getan um unseren jungen Nachwuchs zu fördern.
Der öffentlich-rechtliche Sender wird im Oktober einen ganzen Kinder-Schwerpunkt im Programm setzen. In der "Junior Millionenshow", welche am 20.Oktober startet, können die kleinen Racker ihr Taschengeld aufbessern. Falls jemand nicht ganz so gut in der Schule aufgepasst hat, so soll dieser wenigestens im "Kiddy Contest" die Möglichkeit haben das Publikum mit seiner Engelsstimme zu begeistern. Unsere Kleinen kommen scheinbar ganz groß raus...

Der Kommunikationswissenschaftler Fritz Hausjell meint dazu, dass es "nicht nur legitim, sondern sogar eine Grundforderung" des öffentlich-rechtlichen Auftrages sei, sich mit dem Thema Kinder zu beschäftigen. Kinder sind laut seiner Auffassung "über viele Jahre und Jahrzehnte hinweg ein wichtiger, wenn nicht sogar wichtigster Bestandteil im Leben vieler Erwachsener."

Wie sagt man doch sprichwörtlich so schön: "Kinder sind unsere Zukunft". Welch ein Glück, dass Österreich so kinderfreundlich ist.

Fortsetzung folgt...

Dienstag, 4. September 2007

Elternfreie Zone

Das Begleitmedium Radio macht nunmehr in den USA von einem neuen Konzept Gebrauch.
Ganz nach dem Motto: Kinder machen Medien.
Seit fast 20 Monaten soll es das "weltweit einzige Radio, das ausschließlich von Kindern betrieben wird", wie es auf der Website des Radiosenders heisst, geben.
Sechs bis zwölf Jahre alte Buben und Mädchen können dank des Radiosenders ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Genügend Technik steht den jungen Künstlern im Ministudio im Sunshine State auf jeden Fall zur Verfügung. Mikrophone,ein Mischpult und ein Verstärker sorgen für den richtigen Sound. Und das Beste an der ganzen Sache ist: der zwölfjährige Adam Baker kann zusammen mit seiner 22 Kinder-Crew das Medienprojekt ganz ohne elterliche Vorschriften gestalten. Ab und zu wirft Adams Vater, als Supervisor des einzigartigen Projekts, ein Auge auf das Programm.

Und damit nicht genug: die Nachwuchstalente entwickeln sich zu erfahrenen Reportern. Allerdings stehen nur "Clear News" auf dem Programm der Berichtersattung.
Meldungen, die Gewalt, Kriminalität oder auch Krieg beinhalten, werden somit nicht gesendet...nette, heile Welt

Fortsetzung folgt

World Press Photo 07

Eine grenzgeniale Ausstellung ist heute in Wien Neubau an den Start gegangen. Die weltbesten Pressebilder des vergangenen Jahres werden noch bis 21.10.2007 in der Galerie "Westlicht. Schauplatz für Fotografie" ausgestellt.
Eintritt sind würdige 6,50 Euro! Hingehen lohnt sich meiner Meinung nach wirklich, werde mir diese Sammlung beeindruckender Produkte der weltweiten Pressearbeit auf alle Fälle ansehen!

Und hier ein paar Appetitanreger:


("Junge Libanesen fahren durch ein zerbombtes Wohnviertel in Beirut - 15. August 2006")


("Eine Siedlerin wehrt sich gegen israelische Sicherheitsleute im Westjordanland - 1. Februar 2006")


("Zidanes Abschied vom Endspiel der Fußball Weltmeisterschaft - 9. Juli 2006")

Mehr Infos gibt es unter http://www.westlicht.com

Viel Spaß mit den weltbesten Pressefotos 2006!

Montag, 3. September 2007

www.weg-mit-den-orf-gebuehren.at

Vielleicht schon davon gehört?

http://www.weg-mit-den-orf-gebuehren.at

Eine Initiative im Internet von einem Herrn namens Harald Vilimsky (Mitglied im freiheitlichen Parlamentsclub), die mithilfe von soundsovielen Unterschriften den ORF zu einem Rückzug der entsprechenden Zwangsgebühren zwingen, überreden oder anbetteln will.

Die Idee find ich gut, die Umsetzung eigentlich auch!

Das Ganze läuft schon seit geraumer Zeit und hat noch eine Laufzeit von 363 Tagen ab dato. Erreicht werden soll zwar keine bestimmte Grenze, aber je mehr Menschen die Petition unterschreiben, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit auf Erfolg.

Heute wurde verkündet, dass bereits die Marke der 50.000 erreicht und sogar schon überschritten werden konnte.

Nur weiter so, ich find' das gut!

Hier alle Informationen und die Möglichkeit die Petition unverbindlich zu unterschreiben: www.weg-mit-den-orf-gebuehren.at